Willkommen auf marilyn-monroe-website.de
Marilyn Monroe [ˈmæɹɪlɪn mənˈɹoʊ] (* 1. Juni 1926 in Los Angeles; † 5. August 1962 in Los Angeles; eigentlich Norma Jean Mortensen) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, die zu den archetypischen Sexsymbolen des 20. Jahrhunderts gezählt wird.Leben
Herkunft und Familie
Als Marilyn Monroe am 1. Juni 1926 im Los Angeles County Hospital zur Welt kam, wurde ihr Name im Geburtenregister mit Norma Jean Mortenson eingetragen, später ließ ihre Großmutter Della Monroe Grainger sie auf den Namen Norma Jean Baker taufen. Laut einer biografischen Veröffentlichung des Fotografen und Freundes André de Dienes, ist die korrekte Schreibweise Norma Jeane, also mit "e" am Schluss. [1] In Monroes Biografien wird jedoch dieser Name nicht verwendet.
Norma Jean wurde als Tochter der geschiedenen Filmcutterin Gladys Pearl Mortenson, geb. Monroe Grainger, geboren. Ihre Mutter benannte sie nach der Schauspielerin Norma Talmadge. Gladys war zu diesem Zeitpunkt bereits zweimal verheiratet gewesen: aus ihrer ersten Ehe mit Jack Baker stammen zwei Töchter, die seit der Scheidung bei ihrem Vater lebten. Später heiratete dann Gladys den Bäcker Martin Edward Mortenson, von dem sie sich 1924 wieder trennte. Die Identität des Vaters von Norma Jean ist bis heute unbekannt.
Die berufstätige Gladys gab ihre Tochter für etwas Geld zu Nachbarn, den Bolenders. Nach einem gescheiterten Versuch, ihrer Tochter ein Zuhause zu geben, wuchs diese in Pflegefamilien und einem Kinderheim auf. Später arbeitete Marilyn Monroe in einer Munitionsfabrik und als Fotomodell.
Ehen
Marilyn Monroe war dreimal verheiratet. Nach einer Jugendehe mit James Dougherty heiratete sie 1954 den Baseball-Star Joe DiMaggio, dann war sie mit dem Schriftsteller Arthur Miller verheiratet.
Ehe mit James Dougherty, 1942 bis 1946:
James Dougherty heiratete am 19. Juni 1942 Norma Jean, kurz vor ihrem Schulabschluss, als sie 16 Jahre alt war. Er war der fünf Jahre ältere Nachbarsjunge. Kurz nach der Hochzeit wurde Dougherty eingezogen und ging für die Handelsmarine auf Reisen. Währenddessen wurde Marilyn Monroe als Model entdeckt und startete ihre folgende Karriere. Sie ließ sich von ihm am 13. September 1946 wieder scheiden. James Dougherty sagte später, dass er sich in das kleine Mädchen von damals verliebt habe und nicht in den großen Hollywood-Star. Er hätte nie Mr. Monroe sein wollen.
Ehe mit Joe DiMaggio, 14. Januar 1954 bis 31. Oktober 1954:
Die Ehe mit Baseballstar Joe DiMaggio dauerte nur 9 Monate. 1952 traf ihn Marilyn Monroe durch ein arrangiertes Blind Date. Monroe sagte später, dass sie ihn gar nicht treffen wollte. Sie stellte sich vor, er würde grellbunte Krawatten tragen und habe Muskeln wie ein Bodybuilder. Die Ehe wurde von der Öffentlichkeit und Klatschpresse intensiv verfolgt. DiMaggio, der sich aus dem aktiven Baseball Sport zurückgezogen hatte, wünschte sich eine häusliche Ehefrau, während Monroe auf dem Höhepunkt ihrer Karriere war. Wenn seine Frau ihm schilderte, wie sie wieder einmal bewundert worden sei, antwortete DiMaggio stets bitter, dass er sich gut an dieses Gefühl erinnere. Er konnte es wohl nicht ertragen, dass seine Karriere zu Ende war und seine Ehefrau so viel Bewunderung erhielt. Die Ehe war zwar liebevoll, litt aber auch durch den Altersunterschied, DiMaggios Eifersucht und Monroes Verhalten gegenüber Männern. Er verbrachte viel Zeit vor dem Fernseher und wollte nicht, dass Marilyn Monroe aufreizende Kleider trug.[2]Bei der berühmten Szene während den Dreharbeiten zu Das verflixte 7. Jahr in New York, in der Marilyns Rock vor hunderten von Zuschauern hochgeblasen wird, hatte DiMaggio nach Aussage des Regisseurs Billy Wilder einen Todesblick. Laut DiMaggio-Biograf Ben Cremer soll auch Gewalt in der Ehe vorgekommen sein. Schließlich reichte Monroe im Oktober die Scheidung ein.
In den 60er Jahren hatten beide wieder freundschaftlichen Kontakt. Nach Monroes Einweisung in eine Nervenklinik veranlasste DiMaggio ihre Verlegung. Es kamen Gerüchte auf, dass beide erneut heiraten wollten.[3] DiMaggio kümmerte sich auch um die Organisation ihrer Beerdigung und veranlasste, dass 20 Jahre lang dreimal wöchentlich 20 rote Rosen an ihr Grab gebracht wurden.
Ehe mit Arthur Miller, 1956 bis 1961:
Am 29. Juni 1956 heirateten Monroe und der bekannte Dramatiker Arthur Miller. Sie lernten sich durch Lee Strasberg kennen. In ihm sah sie einen Beschützer bzw. Vaterersatz. Sie hatte endlich eine Familie und kümmerte sich um Millers Kinder aus erster Ehe. Beide waren glücklich, denn Miller liebte Monroe um ihrer selbst willen und vermittelte ihr Geborgenheit und Anerkennung. Sie wünschten sich Kinder und Monroe konnte sich vorstellen für ihn ganz Hausfrau zu sein.[4] In dieser Zeit verbrachte Monroe zwar viel mit der Familie ihres Ehemannes, musste aber auch auf Promotion-Tour für Manche mögen’s heiß. Miller wurde als Kommunisten-Sympathisant diffamiert und Marilyn Monroe setzte sich für ihn ein. Die Ehe wurde jedoch überschattet durch zwei Fehlgeburten, aufgrund von Monroes Endometriose und ihren anhaltenden psychischen Problemen. Er schaffte es nicht, sie von ihrer Tablettensucht zu befreien. Miller schrieb extra für sie das Drehbuch zu Misfits – Nicht gesellschaftsfähig, die Dreharbeiten markierten das Ende ihrer Ehe und es kam zu zahlreichen Streitigkeiten am Set. Am 20. Januar 1961 ließ sich das Paar scheiden. Monroe hatte unter anderem Notizen von Miller entdeckt, in denen er sie als unberechenbare, hilflose Kindfrau bezeichnete, für die er nur Mitleid empfinde.[5]Laut einigen Biographen stürzte sich Monroe dann in zahlreiche Affären, u. a. mit Frank Sinatra und Yves Montand. 2006 verbreitete ein Agent von Elvis Presley, auch dieser habe in der betreffenden Zeit etwas mit der Monroe gehabt.
Karriere
1944-1949
Auf dem Flugplatz ihres ersten Ehemannes wurde Monroe 1944 von dem Armee- und Militärfotografen David Conover an ihrem Arbeitsplatz in einer Rüstungsfabrik als Fotomodell entdeckt. Die ersten Fotos erschienen Mitte 1945 im Magazin der U.S.-Army Yank. Durch den Erfolg der Veröffentlichung ermutigt, nahm sie Unterricht bei der Blue Book Modelling Agency in Hollywood und lernte dort, wie man sich vor einer Kamera bewegt. Ab 1947 war sie weltweit auf den Titelseiten zahlreicher Hochglanz- und Modemagazine.
1949 posierte Marilyn Monroe nackt für den Fotografen Tom Kelly. Der Kalender Golden Dreams zeigt Monroe auf rotem Samt und machte sie bis Mitte der 50er Jahre zum populärsten Pin-Up-Girl und zum nationalen Sexsymbol Amerikas.
Bereits 1946 erhielt sie einen Einjahres-Vertrag von 20th Century Fox als Nachwuchsschauspielerin. Ab 1948 durfte sie kleinere Filmrollen spielen und nahm Schauspielunterricht am Columbia-Studio bei Natasha Lytess.
1950-1955
Durch ihre wachsende Popularität bekam Marilyn Monroe 1950 gleich mehrere Rollen in Filmen. Neben den sog. B-Movies, Fahrkarte nach Tomahawk, Feuerball und Rechter Haken bekam sie auch kleine Rollen in wichtigen Filmen. Ihre Karriere wurde stark angekurbelt durch Die Marx-Brothers im Theater und als Gangsterliebchen Angela Phinlay in John Hustons Asphalt-Dschungel. In diesem Film erregte Monroe beim Publikum so viel Aufsehen, dass sie von da an immer größere Rollen bekam. Nach dem erfolgreichen Film Alles über Eva hatte Marilyn Monroe sogar ihren einzigen Auftritt bei den Oscar-Verleihungen.
Diese Rollen festigten ihren Ruf als Sexbombe. Dem Publikum gefiel dieses Image und Die Marx-Brothers im Theater wurde nochmals in die Kinos gebracht, angekündigt mit dem Hinweis: mit Marilyn Monroe, diesem Mädchen aus Asphalt-Dschungel. Im Oktober 1950 schloß die 20th Century Fox mit ihr einen Siebenjahresvertrag ab. Anfangs erschien Monroe zwar nicht in besseren Rollen, aber ihre Leinwandpräsenz wurde immer mehr ausgeweitet. Die anderen Filmstudios begannen um Marilyn Monroe zu werben. Sie wurde beurlaubt und bekam für die RKO eine starke Nebenrolle in Fritz Langs Clash By Night und spielte darin neben Barbara Stanwyck. Wieder bei der Fox überzeugte sie in der Rolle eines psychopathischen Kindermädchens in Versuchung auf 809 (eine ihrer wenigen ernsten Rollen), neben Richard Widmark. Da das Publikum aber lieber Monroe als Sexbombe sehen wollte, wurden ihr weitere ernsthafte Rollen und Filme nicht mehr angeboten. Aber sie hatte die Chance mit großen Stars in Filmen wie Wir sind gar nicht verheiratet oder Liebling, ich werde jünger zu spielen. Allmählich bekam sie nicht nur Lob wegen ihres Aussehens, sondern zunehmend auch wegen ihres komödiantischen Talents. Sogar ihre Blinddarmoperation machte Schlagzeilen und löste eine Welle von Fanbriefen aus. In dieser Zeit erhielt Monroe regelmäßig ihre ersten Auszeichnungen, wie die Photoplay-Goldmedaille, die sie als den größten Publikumsliebling ehrten.
1952/53 spielte Monroe an der Seite von Joseph Cotten in Henry Hathaways Thriller Niagara ihre erste Hauptrolle und erreichte endgültig den Status als Star. Nachfolgende Komödienrollen, wie die diamantenliebende Lorelei neben Jane Russell in Howard Hawks' Blondinen bevorzugt und eine ähnliche Rolle als kurzsichtige Pola in Wie angelt man sich einen Millionär? unter der Regie von Jean Negulesco waren auf Monroes Image zugeschnitten und wurden große Erfolge an den Kinokassen. Mit Robert Mitchum bestand sie in Fluß ohne Wiederkehr Abenteuer auf einem Floß im Wilden Westen. Marilyn Monroe sagte später, dass dies der schlechteste Film ihrer Karriere war und sie in keinem weiteren Western mehr mitspielen würde. Nach Rhythmus im Blut suchte Monroe nach besseren Rollen und mehr Gage. Aber das Studio bestand auf der Erfüllung ihres Vertrages. Während des Koreakrieges arbeitete Monroe in der US-Truppenbetreuung als Sängerin, ungeachtet harter äußerer Umstände. Nach dieser Tournee zur Aufmunterung der Soldaten spielte sie 1955 noch in Billy Wilders Das verflixte siebte Jahr. Dieser Film wurde einer ihrer größten Erfolge und die Szene, in der ihr Kleid über dem U-Bahn Schacht hochgeweht wurde, legendär. Monroes Wunsch nach ernsthaften Rollen wurde in dieser Zeit immer größer, so dass sie beschloß, Hollywood und die Fox Studios zu verlassen.
1956-1961
Marilyn Monroe ging nach New York um als ernsthafte Schauspielerin akzeptiert zu werden. Sie besuchte Kurse am Actors Studio, erlernte das Method Acting und freundete sich mit dem Schauspiellehrer Lee Strasberg an. Strasbergs Ehefrau Paula betreute Monroe während den Dreharbeiten der folgenden Filme und fungierte als Schauspiellehrerin. Zugleich gründete Monroe mit Milton Greene eine eigene Produktionsfirma, die Marilyn Monroe Productions Inc.. Wieder in Hollywood erhielt sie viel Anerkennung für ihre Rolle als Rasthaussängerin in Joshua Logans Film Bus Stop. Diesen Film hatte Monroe speziell nach ihren Wünschen vorbereitet, was von der Fox respektiert wurde. In England drehte sie für ihre Firma neben Laurence Olivier die Romanze Der Prinz und die Tänzerin. 1959 war sie in Billy Wilders Komödien-Klassiker Manche mögen's heiß als Sugar, die Sängerin eines Damenorchesters neben Tony Curtis und Jack Lemmon zu sehen. Der Film erwies sich als der Kassenschlager des Jahres. In dieser Zeit hatte sie alkohol- und drogenbedingt immer größer werdende Probleme, ihren Text zu behalten und pünktlich am Set zu erscheinen. Um ihren Vertrag mit der Fox zu erfüllen, drehte sie 1960 neben Yves Montand in George Cukors Machen wir's in Liebe. Ihr letzter vollendeter Film war 1961 John Hustons Misfits - Nicht gesellschaftsfähig an der Seite von Clark Gable, der für Monroe in ihrer Vorstellung immer ein Vaterersatz war, da sie selbst nie einen hatte. Mit diesem Film kündigte sich ein lange ersehnter Wechsel ins Charakterfach an. Auch in ihrem unvollendeten Film Something's Got to Give sollte sie in seriöser, dem Zeitgeschmack entsprechend moderner Kleidung agieren.
Auszeichnungen
- 1951 Henrietta-Award für die vielversprechendste Persönlichkeit des Jahres
- 1953 Photoplay-Award für den am schnellsten aufsteigenden Star von 1952
- 1953 Redbook-Preis für die beste junge Kassenerfolg-Persönlichkeit
- 1954 Photoplay-Award für die beste Schauspielerin in Blondinen bevorzugt und Wie angelt man sich einen Millionär?
- 1959 David di Donatello-Award (Italien) für die beste ausländische Schauspielerin in Der Prinz und die Tänzerin
- 1959 Crystal Star (Frankreich) für Der Prinz und die Tänzerin
- 1960 Golden Globe Award in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical für Manche mögen’s heiß
- 1962 Golden Globe Award als beliebteste Schauspielerin der Welt
Die Kunstfigur Monroe wurde bereits zu Lebzeiten vergöttert und nachgeahmt, Schauspielerinnen wie Jayne Mansfield wurden von konkurrierenden Filmstudios ins Rennen geschickt, um im Strom von Monroes Popularität mitzuschwimmen. Deutlich war der Unterschied zwischen der jungen Marilyn - oder besser eigentlich Norma Jean - mit brünetten Locken Ende der 40er Jahre (zu einer Zeit, als sie als Pin-up-Model ersten Ruhm erlangte und noch durch naive Natürlichkeit auffiel) und dem vollendeten Sexsymbol Ende der 1950er Jahre mit gebleichten Haaren, umgestaltetem Kinn und Nase sowie verlegtem Haaransatz. Ihr von Hollywood vorgegebenes Image inklusive Mimik, Stimme und Gang hatte Marilyn im Lauf ihrer Karriere bis zur Perfektion eingeübt.
Aufgrund ihres Images als Sexsymbol hatte Monroe große Probleme mit ihrem zunehmenden Alter und verbrachte ganze Drehtage in der Maske. Ihre Depressionen und Selbstzweifel versuchte sie vermehrt mit Medikamenten zu betäuben.
Marilyn und die Kennedys
Bekannt ist ihr Auftritt bei der Geburtstagsfeier des US-Präsidenten John F. Kennedy im Madison Square Garden 1962, als sie in einem weißen Kleid und mit Hermelinstola "Happy birthday, Mr. President" singt. Bei der Gelegenheit schenkte sie Kennedy auch eine goldene Rolex mit persönlicher Gravur. Am 19. Oktober 2005 wurde die Uhr für 120.000 Dollar bei einer Auktion in Connecticut von einem anonymen amerikanischen Sammler ersteigert. Jedoch finden sich zu der angeblichen Affäre Monroes mit Präsident Kennedy, die immer wieder mit ihrem Ableben in Verbindung gebracht wurde, keine genauen Erkenntnisse. Monroe äußerte sich in Interviews nie über eine Affäre. Auch Mitschriften von Tonbändern, die Monroe wenige Tage vor ihrem Tod für ihren Psychiater Ralph Greenson besprochen haben soll und die in der Los Angeles Times veröffentlicht wurden, geben keine Auskünfte über ein gemeinsames Verhältnis. Jedoch sollen laut der Haushälterin Eunice Murray und Freundin Pat Newcomb vor dem Auftritt auf der Geburtstagsfeier zahlreiche Telefonate zwischen Monroe und Kennedy stattgefunden haben. Ebenso soll sich Monroe über eine Nacht mit dem Präsidenten geäußert haben, was aber nicht bewiesen werden kann. Gerüchten zufolge wollte Jackie Kennedy, als sie erfuhr, dass die Monroe auf der Party ihres Mannes auftreten würde, den Feierlichkeiten nicht beiwohnen. Sicher ist, dass zwischen Justizminister Robert Kennedy und Monroe ein Verhältnis bestand. Beide haben sich durch Peter Lawford, der der Schwager der Kennedys und Marilyn Monroes Freund war, kennen gelernt.
Tod und Theorien
Marilyn Monroe starb 1962 mit 36 Jahren in Los Angeles. Wie bei vielen Prominenten, die jung starben (z. B. James Dean, Jayne Mansfield), ranken sich auch um Marilyn Monroes Tod zahlreiche Legenden.
Die am weitesten verbreitete, aber bis heute nicht belegbare Verschwörungstheorie zu ihrem Tod besagt, dass John F. Kennedy sie durch die CIA hätte ermorden lassen, da seine Affäre mit der Schauspielerin eine Gefahr für sein Amt gewesen sei. Sicher ist, dass John F. Kennedys Bruder Robert Kennedy, der mit der Monroe ebenfalls eine Affäre gehabt haben soll, zusammen mit seinem Schwager Peter Lawford die Schauspielerin am Tag davor und in der Nacht ihres Todes unter ungeklärten Umständen aufgesucht hat. Offiziell diagnostiziert wurde der Tod durch eine Überdosis Schlafmittel, weshalb man von einer Selbsttötung ausgeht.
Von Donald Spoto stammt eine Behauptung, Monroes Tod sei infolge eines groben ärztlichen Kunstfehlers eingetreten. Demnach hat ihr Psychiater Dr. Ralph Greenson ihr ein Klistier mit Chloralhydrat gegen ihre Schlafstörungen verabreicht, obgleich sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein Barbiturat genommen hatte, das ihr ein Arzt namens Dr. Hyman Engelberg verschrieben hatte. Engelberg war ursprünglich von Greenson selbst beauftragt worden, Monroes Medikamentierung zu übernehmen. An jenem Abend des 4. August gab Greenson, ohne vorher Rücksprache mit Engelberg zu halten, Marilyn das besagte Klistier mit Chloralhydrat, das mit dem von ihr zuvor eingenommenen Barbiturat einen tödlichen Cocktail bildete. Laut Obduktionsbericht starb Marilyn Monroe an einem Barbiturat, es wurden in ihrem Magen allerdings keine unaufgelösten Kapseln gefunden, die bei oraler Aufnahme hätten vorhanden sein müssen. Tatsache ist, dass bei der Obduktion eine violette Verfärbung des Dickdarms auffiel - dies spricht für eine Verabreichung der tödlichen Dosis durch einen Einlauf. Es sind auch heute keine der damals eingelagerten Gewebeproben mehr erhalten, sodass der Tod von Marilyn Monroe wohl nie ohne Zweifel aufgeklärt werden kann. [6]
Die neuesten Erkenntnisse nach den Aussagen John Miners, der bei der Autopsie Monroes zugegen war, stellen allerdings einen anderen Zusammenhang zwischen dem Barbiturat Nembutal und dem Chloralhydrat her. Nembutal war in sehr hoher Konzentration im Körper vorzufinden. Einer oralen Einnahme (Selbsttötung) widerspricht die Tatsache, dass eine so hohe Dosis sofort tödlich gewesen wäre. Die Leberwerte sprechen aber dafür, dass die Substanz vom Körper langsam aufgenommen wurde und in der Leber abgebaut werden sollte. Da eine Tabletteneinnahme mangels Spuren im Magen und auch eine Injektion auszuschließen sind, muss Marilyn Monroe das Nembutal über einen Einlauf verabreicht bekommen haben. Das Chloralhydrat, mutmaßlich oral in einem Drink mit einem um 22 Uhr eintreffenden unbekannten Besucher aufgenommen, könnte als Betäubungsmittel gedient haben. Hierdurch wird die Theorie der Tötung untermauert. [7]
Marilyn Monroe wurde am 8. August in einem Bronzesarg auf dem Korridor der Erinnerungen im Westwood Memorial Park in Los Angeles beigesetzt. Die Bestattung wurde von ihrem Ex-Ehemann Joe DiMaggio organisiert, die Leichenrede hielt Lee Strasberg. [8]
Filmografie
Die folgenden Kurzinfos nennen zuerst den deutschen Kino- und/oder Fernsehtitel; in Klammern folgt jeweils der Originaltitel.
Abkürzung R = Regie
- 1947 - Gefährliche Jahre (Dangerous Years) R: Arthur Pierson
- 1948 - Sommergewitter (Scudda Hoo! Scudda Hay!) R: F. Hugh Herbert
- 1948 - Ich tanze in dein Herz (Ladies of the Chorus) R: Phil Karfson
- 1950 - Die Marx-Brothers im Theater (Love Happy) R: David Miller]
- 1950 - Fahrkarte nach Tomahawk (A Ticket to Tomahawk) R: Richard Sale
- 1950 - Asphalt-Dschungel (The Asphalt Jungle) R: John Huston, mit Sterling Hayden, Louis Calhern
- 1950 - Alles über Eva (All About Eve) R: Joseph L. Mankiewicz
- 1950 - Feuerball (1950) (The Fireball) R: Tay Garnett
- 1950 - Rechter Haken (Right Cross) R: John Sturges
- 1951 - Reportage aus der Heimatstadt (Hometown Story) R: Arthur Pierson
- 1951 - So jung wie man sich fühlt (As Young as You Feel) R: Harman Jones
- 1951 - Liebesnest (Love Nest) R: Joseph Newman
- 1951 - Machen wir's legal (Let's Make It Legal) R: Richard Sale
- 1952 - Vor dem neuen Tag (Clash by Night) R: Fritz Lang
- 1952 - Wir sind gar nicht verheiratet (We're Not Married) R: Edmund Goulding
- 1952 - Versuchung auf 809 (Don't Bother to Knock) R: Roy Baker
- 1952 - Liebling, ich werde jünger (Monkey Business) R: Howard Hawks
- 1952 - Vier Perlen (O. Henry's Full House) R: Henry Koster
- 1953 - Niagara (Film) (Niagara) R: Henry Hathaway
- 1953 - Blondinen bevorzugt (Gentlemen Prefer Blondes) R: Howard Hawks
- 1953 - Wie angelt man sich einen Millionär? (How to Marry a Millionaire) R: Jean Negulesco
- 1954 - Fluß ohne Wiederkehr (River of No Return) R: Otto Preminger
- 1954 - Rhythmus im Blut (There's No Business Like Show Business) R: Walter Lang
- 1955 - Das verflixte 7. Jahr (The seven year itch) R: Billy Wilder
- 1956 - Bus Stop (Bus Stop) R: Joshua Logan
- 1957 - Der Prinz und die Tänzerin (The Prince and the Showgirl) R: Laurence Olivier
- 1959 - Manche mögen’s heiß (Some like it hot) R: Billy Wilder
- 1960 - Machen wir's in Liebe (Let's Make Love) R: George Cukor
- 1961 - Misfits – Nicht gesellschaftsfähig R: John Huston
- 1962 - Something's Got to Give; unvollendet. R: George Cukor
- Ruth-Esther Geiger: Marilyn Monroe. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg
- Michael Conway, Mark Ricci: Marilyn Monroe und ihre Filme (OT: The Films of Marilyn Monroe). Goldmann, München 1980, ISBN 3-442-10208-1
- Barbara Leaming: Marilyn Monroe. Die Biographie jenseits des Mythos (OT: Marilyn Monroe). Naumann & Göbel, Köln o.Jü#+ö,#äö#., ISBN 3-625-20397-9
- Norman Mailer: Marilyn Monroe. Eine Biographie (OT: Marilyn Monroe). Droemer-Knaur, München und Zürich 1993, ISBN 3-426-75025-2
- Matthew Smith: Warum musste Marilyn Monroe sterben?. Krüger, Frankfurt am Main 2003
- Luciano Mecacci: Der Fall Marilyn Monroe. Btb, 2004
- Adam Victor: Marilyn Monroe Enzyklopädie (OT: The Marilyn Encyclopedia). Könemann, Köln 2000, ISBN 3-8290-4821-1
- André de Dienes: Marilyn Definitive Sammlung aller Fotografien, die der pers. Freund von M.M. aufgenommen hat. Taschen
1. de Dienes, André, Marilyn. München, 2004. ISBN 3822835366
2. Spoto, Donald, Marilyn Monroe - Die Biographie. München, 1994. ISBN 3453082761
3. Spoto, Donald, Marilyn Monroe - Die Biographie. München, 1994. ISBN 3453082761
4. Maerker, Christa, Marilyn Monroe und Arthur Miller. Reinbek bei Hamburg ISBN 3-499-23163-8
5. Spoto, Donald, Marilyn Monroe - Die Biographie. München, 1994. ISBN 3453082761
6. Spoto, Donald, Marilyn Monroe - Die Biographie. München, 1994. ISBN 3453082761
7. Los Angeles Times, 5. August 2005 (engl.) Miner's Account of Monroe's Death
8. Bericht im New York Mirror, 9. August 1963
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Marilyn Monroe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
| Webempfehlungen | ||
|
| Auktionen |
|